Damit Bärndütsch keine allzu «trockene» Angelegenheit bleibt, hat sich der MCZ um einen praxisnahen Einstiegskurs ins Berndeutsche bemüht.

 

Selbstverständlich bieten wir auch organisierte Sprachübungen im Rahmen unserer Töfftouren sowie die allseits beliebten Konversationskurse anlässlich unseres Mittwochstamms an!

 

Komm einfach mal vorbei und mach mit!

Wie bitte?

Grösstenteils entspricht der Berndeutsche Wortschatz dem allgemeinen Schweizerdeutschen Wortschatz. Es existieren jedoch Besonderheiten, zum Beispiel gäng/geng/ging (immer) oder Schaft (Schrank, in den meisten anderen Schweizer Dialekten Chaschte). Einige spezifisch berndeutsche Worte, wie Gieu (Knabe), Meitschi (Mädchen) oder seckle (rennen), stammen ursprünglich aus dem vom Rotwelsch beeinflussten Dialekt im Mattequartier in Bern.

Aalegi

aupott

Himugüegeli

Iiklemmts

Bhoupti

Chrüsi-Müsi

Bluescht

chlefele

Kleidung

alle Augenblicke

Marienkäfer

Sandwich

Rechthaber

Durcheinander

Obstbaumblüte

klappern, klingeln

Die Aussprache unterscheidet sich im Wesentlichen
von anderen Dialekten dadurch, dass «i» vor einem Konsonanten oder am Ende einer Silbe als geschlosse-nes «u» ausge
sprochen wird, z.B. Miuch (Milch), Fauue (Falle), Esu (Esel);

 

/nd/ wird meist [ŋ(:)] ausgesprochen, z. B. angers (anders), Ching (Kind), Sang (Sand), aber beispielsweise Fründ (Freund); diese Ausspracheregeln gelten auf jeden Fall für das Berndeutsch im Mittelland und können lokal variieren.

Die berndeutsche Grammatik unterscheidet sich in vielen Bereichen von der standarddeutschen. Sie ist aber weitgehend identisch mit der Grammatik in anderen schweizerdeutschen Dialekten. Ihr auffallendstes Merkmal ist die Höflichkeitsform: Es wird nicht gesiezt, sondern geihrzt. Anstelle von Grüezi (Grüss Sie) wird also in Bern Grüessech (Grüss Euch) verwendet. Wie im gesamten westlichen Schweizerdeutschen hat der Plural beim Verb nicht nur eine Form, sondern deren zwei, da die 2. Person Plural eine eigene Endung bewahrt: aus dem Standarddeutschen wir sind/haben, ihr seid/habt, sie sind/haben wird im Berndeutschen mir sy/hei, d(i)r syt/heit, si sy/hei. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass die Zahlwörter «zwei» und «drei» ein grammatisches Geschlecht aufweisen also: zwe Manne (zwei Männer), zwo Froue (zwei Frauen), zwöi Ching (zwei Kinder), drei Manne (drei Männer), drei Froue (drei Frauen) und drü Ching (drei Kinder).

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