Bern wurde 1191 von Herzog Berchtold V. von Zähringen als Bollwerk seines Reiches gegen Westen hin gegründet und in mehreren Bauetappen erweitert (Zeitglockenturm vor 1218, Käfigturm 1256, Christoffelturm 1344). 1353 tratt Bern als achter Ort dem lockeren Verbund von Kleinstaaten bei, der damals die Schweiz bildete und wird dank der Eroberung von Untertanengebieten zur mächtigen Stadtrepublik. Nach dem Brand von 1405, der die zum grössten Teil aus Holzhäusern errichtete Stadt zerstörte, erfolgte der Wiederaufbau in Sandstein. Das damals entstandene mittelalterliche Stadtbild ist noch heute weitgehend unverändert erhalten. In der Zeit vom 14. bis zum 16. Jahrhundert erreichte Bern den Höhepunkt seiner Macht mit Gebietserweiterungen und grossem politischen Einfluss. Mit dem Einmarsch französischer Truppen 1798 fand das goldene Zeitalter der Berner Aristokratie sein Ende.
1803 trennten sich Stadt und Kanton Bern rechtlich und bildeten eigene politische Körperschaften; die Stadt Bern begann, sich über die alten Stadtmauern hinaus aufs umliegende Land auszudehnen. 1834 wurde Bern Universitätsstadt und 1848 vom neu gegründeten schweizerischen Bundesstaat als "Bundesstadt" und damit zum Sitz von Parlament und Bundesrat gewählt. 1887 erhielt die politische Gemeinde der Stadt Bern eine demokratische Verfassung und eine moderne Verwaltung mit Sitz im Erlacherhof. Die Stadt ist zugleich Hauptstadt des Kantons Bern.
Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts erfuhr die Stadt Bern aufgrund der Industrialisierung ein starkes Bevölkerungswachstum; durch Hochbrücken wurden die neuen Wohnquartiere jenseits der Aare erschlossen. 1919 wurde das Bauerndorf Bümpliz eingemeindet, das sich zum städtischen Vorort entwickelte.
Zwei weitere wichtige Meilensteine in der neueren Geschichte Berns waren auch das Jahr 1954 mit der Fussballweltmeister-schaft im Stadion Wankdorf und das Jahr 1968, in dem die Stadtbernerinnen nach langem Kampf endlich das Stimm- und Wahlrecht erhielten.
Eine ausführlichere Berner Stadtgeschichte in Tabellenform findet Ihr hier.
Quelle: u.a. www.bern.ch
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