Ein solarstrombetriebenes Töff? Sowas gibt's - und das auch noch aus der Schweiz! Der Zerotracer, den das Winterthurer Designwerk mit Hilfe des Sponsors Oerlikon Solar entwickelt hat, ist zu fast 100 Prozent ein Schweizer Produkt: mit Platz für zwei Personen, einer Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h aus 183 PS und einer Reichweite von 450 km verbindet der Zerotracer Fahrspass mit Wirtschaftlichkeit. Das Elektromotorrad schottet zudem seine Piloten vor Wettereinflüssen ab und verbraucht bei konstant 80 km/h nur 4 kW. Die aerodynamische Verkleidung ermöglicht nicht nur einen niedrigen Verbrauch, sie beschleunigt den Zerotracer auch in nur 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das Elektromotorrad aus Winterthur verbindet die Technik von F1 und IndyCar und ist dank Kevlar erstaunlich leicht. Im Windkanal konnte der Zerotracer, der es auf 250 km/h bringt, es mit dem schnellsten Töff der Welt aufnehmen, dem Suzuki Hayabusa. Und den Beschleunigungstest gegen den Ferrari habe das Elektromobil nur knapp verloren.
Das ZerotracerTeam wird ab Mitte August 2010 am Zero Emission Race teilnehmen und stellt das einzige Motorrad in einer Gruppe von insgesamt neun Fahrzeugteams aus verschiedenen Ländern, die dabei mit Solar-, Wind- oder Geothermie-Energie betriebenen Fahrzeugen in 80 Tagen von Genf aus um die Welt fahren werden. Das Ziel: null Emissionen für die 30.000 Fahrkilometer. Organisiert wird das Zero Emission Race von Louis Palmer, einem Schweizer, der 2008 als erster Mensch mit einem Solarmobil - dem Solartaxi - in 534 Tagen um die Welt fuhr und so bewies, dass erneuerbare Energien auch im Strassenverkehr durchaus zuverlässig, erschwinglich und ökologisch sinnvoll sind.