Aggressives Design und sportliches Potenzial: Der KTM X-Bow ist nicht nur ein Meilenstein in der über 50-jährigen Geschichte der Marke, sondern auch eine neue Referenz im kleinen, aber elitären Segment radikaler Leichtgewicht-Sportwagen. Diese Sonderstellung ergibt sich aus dem Konzept: Für sein erstes Auto greift KTM auf edle Werkstoffe, Hi-Tech und das Knowhow angesehener Entwicklungspartner wie Audi und Dallara zurück. Das Ergebnis ist ein strassenzugelassener Sportwagen mit Technologie aus dem Rennsport, beispielsweise mit einem avantgardistischen Monocoque aus Kohlefaser. Dank des niedrigen Gewichts und des in der Basisversion 162 kW starken Audi TFSI Motors übertreffen die Fahrwerte des KTM X-Bow jene von mehr als doppelt so starken Supersportwagen: Mit einem Eigengewicht von rund 700 Kilo beschleunigt der KTM X-Bow in nur 3,9 Sekunden auf 100 km/h.
Der X-Bow versteht sich allerdings nicht nur als Renngerät, selbst wenn er auf Rundstrecken erstaunliche Leistungen erbringen wird. Vielmehr richtet er sich mit fortschrittlichen Technologien und aussergewöhnlichen Lösungen an sportliche Piloten, die ein puristisches Fahrerlebnis suchen. Durch den Verzicht auf elektronische Assistenten und heute übliche Komfortmerkmale bietet der X-Bow ein filterloses Abenteuer; dazu tragen seine frei stehenden Räder, die transparente Technik und das reduzierte Konzept ohne Dach, Türen und Windschutzscheibe bei. Der Sportwagen verfügt lediglich über einen 70 Millimeter hohen transparenten Windabweiser. Mit all diesen Vorgaben wird das Fahren des KTM X-Bow zu einem Erlebnis, das in seiner Unmittelbarkeit sonst nur auf Motorrädern zu finden ist.
Seinen ersten öffentlichen Auftritt feiert ein Prototyp des KTM X-Bow am Genfer Automobilsalon. Dieser Prototyp ist auch die Basis für eine Pilot-Serie von 100 Einheiten, die ab Ende des Jahres 2007 im Werk von Dallara gebaut wird. Die knappe Serie ergibt sich aus den Produktionskapazitäten des italienischen Unternehmens: Wöchentlich können vier bis fünf Fahrzeuge fertig gestellt werden, mit einem hohen Anteil an manueller Arbeit.
Aufgrund des Sonderstatus der Pilot-Serie hat sich KTM entschlossen, alle Fahrzeuge aus dieser ersten Fertigung mit einer Reihe an hochwertigen Ausstattungen zu bestücken, die bei einer weiteren Produktion als Extras geführt werden. So zählen zu den serienmässigen Ausstattungen der ersten Serie das Sperrdifferenzial, Leichtmetallfelgen mit Zentralverschluss, und ein Lenkrad, das wie im Formelsport per Schnellverschluss zum leichteren Ein- und Aussteigen abgenommen werden kann. Die vier Karosserieteile – beim Prototypen in orange lackiert – werden in der Pilot-Serie aus Kohlefaser hergestellt (später sollen sie aus Kunststoff gefertigt werden), und die Dämpfer-Elemente des Fahrwerks sind verstellbar. Selbstverständlich lassen sich über diese Ausstattungen noch weitere individuelle Wünsche verwirklichen.
Aufgrund des höheren Ausstattungsumfangs wird sich naturgemäss auch der anvisierte Basispreis von 40.000 Euro (inkl. MWSt.) für ein Exemplar dieser Pilot-Serie erhöhen. Ein endgültiger Preis wird erst nach dem Genfer Automobilsalon bekannt gegeben. Bereits nach der Veröffentlichung der ersten Zeichungen war das Interesse an den Exemplaren der Pilot-Serie überwältigend. Noch im Jänner waren sämtliche Plätze auf der Anmeldeliste vergeben, mittlerweile ist auch die Warteliste bereits deutlich angewachsen.
Der KTM X-Bow wird im Rahmen einer in Europa möglichen Kleinserien-Homologation für den Strassenverkehr zugelassen. Da die entsprechenden Richtlinien aber EU-weit unterschiedlich definiert sind, wird der X-Bow aus heutiger Sicht in folgenden Ländern typisierbar sein: Deutschland, Finnland, Griechenland, Grossbritannien, Niederlande, österreich, Portugal, Schweiz.
Abhängig von den Reaktionen auf die Präsentation des Fahrzeugs in Genf erwägt KTM eine auf die Pilot-Serie aufbauende Kleinserienfertigung des X-Bow. Diese Kleinserienfertigung würde eine Jahresproduktion in der Grössenordnung zwischen 500 und 1000 Fahrzeugen umfassen, in österreich stattfinden und 2008 starten. Parallel zu dieser Kleinserienfertigung würde auch eine effiziente Vertriebsstruktur etabliert werden. Im Plan ist ein Netz aus europaweit rund 15 bis 20 Partnern, die sowohl über Erfahrung im Motorsport als auch über eine Anbindung zum Volkswagen-Konzern verfügen.
Eine Entscheidung über die Kleinserienproduktion des KTM X-Bow wird bis Ende April 2007 getroffen werden.
Quelle: www.salon-auto.ch, ausstellertribüne
|